Doppeltes Glück

Wenn das Ensemble „Duetti barocchi“ auf das Bronnweiler Ensemble von mittelalterlicher Marien-Kirche und beleuchtetem Mammutbaum trifft, dann bedeutet das doppeltes Glück. „Dieser Weihnachtsbaum macht glücklich“, meinte die Sopranistin Alexandra Nestel im Vorgespräch. Beglückend war dann auch das Konzert, wo in wechselnden Besetzungen Werke des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts vorgetragen wurden. Teilweise waren es, wie der Name des Ensembles verrät, Gesänge für zwei Stimmen. Ayako Kurata führte ihrem glockenhellen Sopran und wurde begleitet vom Tenor Ivano Abetini oder von der zweiten Sopranistin Alexandra Nestel. Aber auch drei- und vierstimmige Sätze wurden vorgetragen, dann wechselt e Raymond Jäger von der Barock-Posaune ans Sängerpult. Tempei Kurata begleitete Sängerinnen und Sänger auf der Theorbe, der Basslaute, die er zuvor den Zuhörern gezeigt und erläutert hatte.

Das Programm war in drei Teile gegliedert: den Gesängen zur Adventszeit folgten Lieder zur Weihnacht. Zwei besinnliche, moderne Texte, ausgesucht und ausdrucksvoll vorgetragen von Alexandra Nestel, sowie jeweils ein vom Publikum mitgesungenes Lied vervollständigten diese beiden Teile. Werke zur Epiphaniaszeit rundeten das Konzert ab. – Spannend war auch die Wahl der Kompositionen. Dreimal wurden dieselben Texte mehrfach dargeboten in unterschiedlichen Vertonungen von verschiedenen Komponisten und machten dadurch die verschiedenen musikalischen Interpretationen des Wortlauts hörbar.

Erfüllt vom Wohlklang der Akkorde, den musikalischen Harmonien, den jubelnden Verzierungen der frühbarocken Werke und der sichtbaren Sing-und Spielfreude des fünfköpfigen Ensembles spendeten die Zuhörer reichen Applaus, der mit zwei Zugaben belohnt wurde.

(Vielen Dank an Frau Elisabeth Bauer für die schöne Kritik!)

"duetti barocchi"